Mahlow - Glasow Orts-Chronik:
 
Die früher selbständigen Gemeinden Mahlow und Glasow grenzten direkt aneinander. Seit 1945 werden sie auf Befehl des sowjetischen Kommandanten gemeinsam verwaltet. Durch Beschluß der Landesregierung vom 6.6.1950 wurde Glasow nach Mahlow eingemeindet. Der Name der neuen Gemeinde lautete Mahlow. Die beiden Gemeinden nahmen historisch etwas andere Entwicklungen. Deshalb ist der Überblick bis 1950 getrennt dargestellt.

Die Aufstellung der Zeittafel beansprucht nicht vollständig zu sein. Wir danken Herrn Christlieb Ludwig, Ortschronist.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik
Kirche / Religion bei der Evangelische Kirchengemeinden Mahlow Glasow
unter Chronik (Zusammenfassung aus den Gemeindebriefen).
 
Chronik des Ortes Mahlow



Chronik der Schule Mahlow



Chronik der Kirche Mahlow
Chronik des Ortes Glasow



Chronik der Schule Glasow



Chronik der Kirche Glasow
 
Chronik des Ortes Mahlow
 
1287
 

16. Februar - erste urkundliche Erwähnung. Jakob von Vorlant und seine Tochter hatten dem Nonnenkloster Spandau zwei Hufen Land geschenkt und der askanische Markgraf Otto IV. von Brandenburg bestätigte diese Schenkung
 
1375
Nach dem Landbuch Kaiser Karl IV. hatte Mahlow 53 Hufen. Kirche, Mühle und Krug werden erwähnt.
 
1616
29.Mai - über Mahlow und Blankenfelde ging ein fürchterliches Hagelwetter nieder, das alle Früchte aus der Erde riß und es nichts zu ernten gab. Die Bauern der beiden Gemeinden faßten den Beschluß, daß jährlich der Donnerstag nach Trinitatis als Bußtag begangen wird.
 
1621
Kann als Entstehungsdatum für das Mahlower Gut gelten. Henning von Flans vereinigte sein Mahlower Vorwerk mit einem Bauerngut (insgesamt vier Hufen) und machte alles lehnsfrei. Das Gut vergrößerte sich in den Jahrhunderten und umfaßte 1860 1900 Morgen.
 
1652
Stellte der Landreiter fest, daß sieben Bauern- und alle Kossäthengüter wüst waren. Die Zahl der Erwachsenen einschließlich der Knechte belief sich auf sieben Personen
 
1677
Bis 1792 war das Dorf Mahlow königliches Eigentum.
 
1813
Das Gutshaus wird erbaut.
 
1834
Beginnt der Rezess, Ende 1870
 
1840
Haben das Dorf und Gut 14 Wohnhäuser
 
1873
Baubeginn der eingleisigen Eisenbahnstrecke Berlin - Dresden
 
1875
Der Guts- und Gemeindebezirk werden infolge eines "Allerhöchsten Erlasses" zusammengelegt.

Die königliche Militäreisenbahn (KME) und die Berlin-Dresdner Eisenbahn nehmen ihren Betrieb auf. Beide Bahnen haben von Anfang an einen Bahnhof in Mahlow.
 
1879
Das Gutshaus wird erweitert und aufgestockt.
 
1880
Ein Bauer des Dorfes Mahlow fand bei Grabungen in seinem Stall 418 Silbermünzen aus der Zeit von 1266 - 1308.
 
1883
01.04. Mahlow erhält ein eigenes Postamt.
 
1885
Mahlow ist durch "gepflasterte resp. Chaussemäßig ausgebaute Communikationswege" an das Chausseenetz angebunden.
 
1891
eit diesem Jahr wird eine Privatbahn des Gutes von der Ziegelei zum Militärbahnhof betrieben.
 
1894
Beginnt die Besiedlung der Heimstättenstraße.
 
1895
Im Februar. Auf dem Anschlußgleis des Gutes vom Militärbahnhof Mahlow zur Ziegelei im Dorf Mahlow werden Versuche mit einer Schneefräse gefahren. Dazu wurde Schnee herangefahren und zwei Meter hoch und 70 Meter lang auf dem Gleis aufgeschüttet. Die Versuche verliefen nach mehreren Tagen erfolgreich.
 
1896
Der Radfahrerverein "Falke" wird gegründet.
 
1898
Wurde der Gemütlichkeitsverein "Humor" gegründet.

Gründung des Kriegervereins.
 
1901
Begannen durch die "Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen" Schnellfahrversuche auf der KME auf der Strecke Marienfelde - Zossen.
 
1903
25.11. wurde bei Schnellfahrversuchen von einem Versuchswagen der Firma Siemens auf der KME Strecke Marienfelde - Zossen eine geschwindigkeit von 210,2 km/h erreicht. Weltrekord!
 
1906
Wird bereits die Gaststätte "Zur Heimstätte" des Gastwirtes Scheuer genannnt.
 
1909
Die ersten Bauten in Bahnhofsnähe entstehen, z.B. Gaststätte Dommisch (heute Lindengarten) 1909/1910, Postamt 1905, grüne Villa (Villa Fischer) 1908/1909.
 
1911
Mahlow erhält Gas
 
1912 Erhält Mahlow elektrisches Licht

Trinkwasserverlegung in der Kolonie

Wurde das Banner des Rauchervereins "Gelbe Rose" geweiht.

18.12. Gründung des Männergesangsvereines
1914
Die letzte Bockwindmühle wurde abgerissen und vom Besitzer Eberhard Kanitz nach Schlesien verkauft.
 
1915
Es werden Lebensmittelkarten eingeführt. Pro Kopf und Woche gibt es 2 kg Brot und 125 g Butter.
 
1919
Und 1920 Bau der "Eisenbahnersiedlung"

Die Eisenbahnstrecke der KME mußte aufgrund des Versailler Vertrages abgebaut werden.
 
1923
Einige Preise (Inflation)

Brot (1950g) 1 Billion M

0,5 kg Margarine 1,5 Billionen M

0,5 kg Fleisch 5 Billionen M

1 Paar Männerstiefel 20 Billionen M

0,5 kg Schmalz 2,5 Billionen M

0,5 kg Butter 3,8 Billionen M

50 kg Kartoffeln 4 Billionen M

1 Schreibheft 400 Millionen M

Mitte November wurde mit der Einführung der Rentenmark begonnen (1 Rentenmark = 1 Billion Papiermark).
 

1951
Der Frauenchor Mahlow 1951 e.V. wird gegründet.
 
1952
Nach der Gebietsreform der DDR zieht das Landratsamt in die neue Kreisstadt Zossen des neuen Kreises Zossen, zu dem auch Mahlow gehört.
 
1953
Die freiwillige Feuerwehr Mahlow wird neu gegründet. Die Gründung war notwendig geworden, weil die Berufswehr mit dem Umzug des Landratsamtes nach Zossen ihren Sitz ebenfalls dorthin verlegte.
 
1954
Der Saal der ehemaligen Gaststätte Scheuer, Trebbiner Straße, wird in eine Turnhalle umgebaut. Sie wird von den Schulen und Sportsektionen genutzt.
 
1957
Wurden die Wohnblöcke der AWG in der Herbert-Tschäpe-Straße erbaut. Zuvor standen dort die Baracken des ehemaligen Landratsamtes. Die Baracken wurden bis auf eine abgerissen.
 
1958
Wird die LPG Typ III gebildet

Von 1958 bis 1960 wird durch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in hauptsächlich freiwilliger Arbeit ein neues Feuerwehrgebäude errichtet.
 
1960
Erfolgte der Zusammenschluß der Mahlower Bauern, die nicht der LPG Typ III beigetreten waren zu einer LPG Typ I. Der Zusammenschluß der Bauern zu einer LPG Typ I in Glasow wurde ebenfalls in diesem Jahr herbeigeführt. Die Gründung der LPG fanden nach erheblichen Druck von sogenannten "Werbern" statt.
 
1961
13.08. Durch den Bau der Mauer wird Mahlow zur Grenzgemeinde. Statt der S-Bahn fahren Busse von Potsdam über Mahlow zum S-Bahnhof nach Grünau. Nach Inbetriebnahme des S-Bahnhofes Schönefeld endet die Buslinie dort.

Obwohl der S-Bahnverkehr eingestellt wurde, wird das neue Bahnhofsgebäude fertiggestellt.
 
1963
14.05. Auf Antrag der Gemeindevertretung Blankenfelde beschloß die Gemeindevertretung Mahlow, daß der Lindenring, der Berliner Damm und an beider Straßen anschließende Straßen nach Mahlow eingemeindet werden. Die Einwohneranzahl von Mahlow erhöht sich dadurch um 350 Einwohner.
 
1987
Mahlow begeht mit vielen Veranstaltungen das 700-jährige Bestehen.
 
1989
13.01. Der Schwimmmeister Alfred Grasnik, der 1923 aus der stillgelegten Tongrube der ehemaligen Ziegelei eine Badeanstalt machte und sie bis ins hohe Alter als Bademeister betreute, starb im Alter von 87 Jahren. Er war einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Mahlower.

09.11. Die Grenzen der DDR nach Berlin (West) und zur Bundesrepublik Deutschland sind offen.
 
1992
Übertrug die Gemeindevertretung dem Christlichen Sozialwerk ICHTHYS Abhängigenhilfe e.V. in der Arcostraße eine ehemalige NVA-Immobilie.

31.08. der seit 1961 unterbrochene S-Bahnverkehr wird wieder aufgenommen.

In der ersten neu gebauten Kaufhalle Trebbiner Straße Ecke Luisenstraße wird mit dem Verkauf begonnen. Im Obergeschoß befinden sich neben Geschäftsräumen Arztpraxis und ein Restaurant.
 
1995
Eine neue Turnhalle mit zwei Feldern führt zu einer wesentlichen Verbesserung des Sportunterrichtes der Schulen. Die Trainingsmöglichkeiten für die Mahlower Vereine erfahren ebenfalls eine wesentliche Verbesserung.

Im Mai nimmt der Golfplatz an der B 96 den Betrieb auf.
 
1997
27.12. ein Brand (technischer Defekt) zerstört die Hälfte eines der beiden Gebäude des christlichen Sozialwerkes "Ichthys" in der Arcostraße. Das Haus wurde wieder aufgebaut und konnte 1998 wider genutzt werden.
 
2000/01
Schulerweiterungsbau der Herbert-Tschäpe Grundschule
 
2003
Evangelische Kita nimmt nach Fertigstellung des Neubaus den Betrieb zum 01.10.2003  auf. Mit der Kita ist auch ein neues Gemeindezentrum entstanden.
 

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Chronik des Ortes Glasow
 
1375

wird Glasow erstmalig im Landbuch Kaiser Karl IV. (1347 - 1378) erwähnt. Entstanden dürfte Glasow ca. im 13. Jh. an einer anderen Stelle sein (siehe Karte von 1831).
 
1601
die ältesten nachgewiesenen Gewerbe sind Müller und Küfner.

1652
es werden 11 männliche Einwohner von Glasow namentlich genannt.

1737
die Häuser von Hans Noack und Hans Wendt brannten völlig ab. Hans Wendt trug seine schwangere Frau auf dem Rücken heraus. Das Kind starb dann.

1804
im Dezember wurde der Schulze Gießow seines Schulzenamtes entsetzt, weil der Bauer Wolff an seine Stelle erwählet. Die Veranlassung dazu gaben seine oftmaligen unrechten Handlungen und jetzt, weil er sich mit dem Bauern Löffler auf der Rückreise von Berlin ausgescholten hatte, worüber Löffler klagbar ward und Löffler musste 48 Stunden einsitzen, Gießow 24 Stunden. Gießows Frau musste Strafe bezahlen, weil sie eines schlimmen Fußes halber nicht sitzen konnte. .... Gießow verlor daher sein Schulzenamt.

1809
ließ der Bauer und Schulze Johann Friedrich Wolff sein Schulzengut freiwillig stehen und ging auf seine ehemalige Müllerprofession wandern.

1822
wird das Schulzengut verkauft

1823
wird der Gastwirt Giese erstmals erwähnt

1835
begann der Ausbau der Poststraße von Berlin nach Dresden zu einer Chaussee. Das war auch für Glasow von Bedeutung.

1840
erfolgte die Einrichtung der Gaststätte Raedler.

1844
wurde die Chaussee Glasow - Britz - Berlin gebaut.

1853
soll die Dorfschmiede erbaut worden sein.

1857
kaufte die evangelische Kirchengemeinde für 109 Reichsthaler eine große Feuerspritze.

1858
werden statistische Erhebungen durchgeführt. Für Glasow werden folgende Zahlen genannt:

258 Einwohner
1 Schmied

16 Eigentümer und 93 Frauen, Kinder und Angehörige (Landwirtschaft als Haupterwerb)
19 Knechte
18 Mägde

7 Landwirte und 26 Frauen, Kinder und Angehörige (Landwirtschaft als Nebenerwerb)
1 Knecht

1860


schlug der Blitz in das Haus der Familie Grüneberg ein und es brannte aus

erfolgte der Rezeß in der Spezial-Separations-Sache in Glasow und Nachtrag von 1865.

Sämtliche Grundstücke der Feldmark, welche von der Pfarre, der Kirche, dem sogenannten Schulzengerichte und der aus 9 Bauern und 4 Kossäthen bestehenden Gemeinde zu Glasow eigentümlich besessen werden, lagen unter sich im Gemenge, und wurden von den Gemeindeglieder zu Glasow gemeinschaftlich behütet.

Zweck der Auseinandersetzung:
Die spezielle Separation und wirtschaftliche Zusammenlegung für einen jeden der Interessenten auf der Feldmark Glasow.

Die Dotation des Schulamtes.

Die Ablösung der Schaf-Aufhütungs-Berechtigung des Rittergutes Blankenfelde auf der Feldmark Glasow und der Holzungsberechtigung der Rittergüter Glasow I. und II. Anteils auf einem Teile des Blankenfelde'schen Busches.

Die Feststellung und Regulierung der mit der Separation in Verbindung stehenden Nebenpunkte.

Nach dem Vermessungs- und Bonitirungsregister vom 28.02.1843 enthält die Feldmark Glasow , ausschließlich der Dorflage, 2486 Morgen 113 Ruten.

Die ev. Kirchgemeinde beteiligte sich mit 100 Reichsthalern am Bau des Spritzenhauses. Dieses Spritzenhaus steht heute noch. Für die Spritze mussten die Bauern Gespanndienste leisten. Bei Feuer wurde die Kirchenglocke geläutet.

1868
wurde auf dem Grundstück der Familie Gäbert eine Scheune und ein Kuhstall (steht heute noch) gebaut. Die Steine dafür wurden auf dem Lückefeld von dem Besitzer und seinen Helfern selbst gebrannt.

1872
trat der erste gewählte Bürgermeister sein Amt an.

1873
kaufte der Bauer Liesegang die erste Dreschmaschine im Dorf für720 Mark. In diesem Jahr werden die Amtsbezirke eingeführt. Glasow gehört zum Amtsbezirk Mahlow.

1878
erfolgte die Separation

1879
wird festgelegt, daß keine Naturalien mehr an die Kirche und Schule gegeben werden, sondern anteilig Geld.

1882
in Glasow wird die erste Postagentur eingerichtet. In diesem Jahr kommt auch der erste Vierscharpflug ins Dorf. Er kostete 85,- Mark.

1886
trat der erste Gendarm seinen Dienst in Glasow an. Er hieß Schmold.

1888
wurden Telefonmaste entlang der Straße aufgestellt und 20 Telefonleitungen gezogen. Am 12. Dezember wurde der Nachtwächter Raschig als erster Feldhüter eingestellt.

1892
eine Scheune vom Pächter Geßner und der Stall der Witwe Korke einschließlich Vieh wurden das Opfer eines Feuers. Aus der ganzen Umgebung waren Wasser und Spritzen am Brandort. Selbst die Feuerwehr aus Mariendorf kam zur Hilfe.

1893
wurde in Glasow der Bauernbund gegründet.

1895
in Glasow werden 85 Pferde und 148 Rinder gezählt. In der Frühe des 25. Dezember musste der Büdner Britz feststellen, dass Hunde in seinen schlecht gesicherten Gänsestall eingedrungen waren. Von seinen 12 Gänsen lagen 10 tot im Stall und 2 hatten die Hunde mitgeschleppt.

1896
wurden 91 Pferde und 170 Rinder gezählt.

1898
brach in der Mühle ein Feuer aus. Die Mühle brannte total nieder, obwohl auch die Wehren aus der Umgebung zur Hilfe kamen. Nach dem Feuer gab es eine Schlägerei. Drei Gendarmen hatten Mühe die Schläger auseinander zu bringen.

Es werden 95 Pferde und 204 Rinder in diesem Jahr gezählt.

1899


Der Radfahrerverein machte eine Spreewaldtour nach Lübben.

Die letzte Glasower Mühle wurde in diesem Jahr gebaut. Der Abriss erfolgte am 15.11.1933.

1900
begann sich Glasow nach Nordwesten auszudehnen. Es entstand die Kolonie.

1904
wurde die erste Kartoffelerntemaschine für 98,- Mark angeschafft.

1906


erfolgte erstmals der Antrieb einer Dreschmaschine durch einen Benzinmotor.

Ab 7. März erfolgte der Ausbau der Straße zwischen Glasow und Mahlow. Am 15.09. war die feierliche Eröffnung.

1910
wurde die erste Mohrrübensämaschine im Dorf gekauft.
Sie kostete 60,- Mark

1911
war das Jahr, in dem Stromkabel im Dorf gelegt wurden. Der erforderliche Transformator befand sich in einer Litfaß-Säule, die an der Südspitze des Dorfangers stand. In diesem Jahr wurde auch Gasrohre verlegt. Die ersten Gaslampen brannten im Oktober 1911.

1912
Der Bauer Liesegang erwarb die erste fahrbare Dreschmaschine und einen Garbenbinder.

1915
wurde der neue Friedhof eingeweiht. Am 6. März wurde Herr Schirmer als erster dort beerdigt.

1917


wurde in Glasow die erste Zentrifuge in Betrieb genommen.

verweigerte der Gemeindekirchenrat erfolgreich die Herausgabe der zweiten Kirchenglocke, da sie zu Alarmzwecken benötigt wurde.

1922
existierten mindestens folgende Vereine:
Kriegerverein
Grundbesitzerverein
Radfahrerverein
Sparklub
Gesangverein
Landwirte-Verein

1924


wirkte der Reiterverein, der am 2. März diesen Jahres gegründet wurde, an einem Ufa-Film mit, der in Mahlow gedreht wurde.

die Freiwillige Feuerwehr wird am 30. November gebildet.

1926
stürzte beim Gastwirt Giese eine Saalwand ein.

1927


wurde das Prießnitz-Krankenhaus eingeweiht.

Beim Müller Otto Westphal brannte am 7. September die Scheune ab.

1929
kaufte der Bauer Gäbert den ersten Strohbinder, der an eine Dreschmaschine gekoppelt war. In diesem Jahr wurde auch die neue Schule eingeweiht.

1930
im Juli wurde die Staatschaussee (heute B96) geteert und die Klein-Ziethener Chaussee (heute Kreischaussee) gepflastert.

1934
wurde am 28.02. begonnen, die alten Kastanienbäume entlang der Dorfstraße auszugraben.
Ende des Jahres erhielt die Dorfstraße Kleinpflaster. Das alte Pflaster blieb als Packlage darunter. Gleichzeitig wurde die Straße verbreitert, allerdings nur vom Selchower Weg bis zum Ortsausgang in Richtung Lichtenrade.

1935
werden in einem Artikel des "Teltower Kreisblatt" die Höfe namentlich genannt, die über 200 Jahre alt sind. In Glasow waren das die Höfe Hermann Gäbert und Karl Sameisky. An der Dorfstraße werden vom 23.03. bis 25.03. Linden gepflanzt.

1936
die Freiwillige Feuerwehr erhält ein motorgetriebenes Fahrzeug.

1943/44
fielen Bomben auf das Dorf. Mehrere Gehöfte wurden total, einige schwer zerstört. Es gab Tote und Verwundete.

1945


am 22.04. kamen die ersten Soldaten der Roten Armee nach Glasow. In Alt-Glasow 3 und 4 wurde ein Stab eingerichtet. Dieser blieb einige Monate, dann wurde in Alt-Glasow 41 eine Telefonvermittlung eingebaut, die bis Ende der 60ziger Jahre dort blieb.

Seit diesem Jahr werden auf Befehl des sowjetischen Kommandanten die Gemeinden Glasow und Mahlow gemeinsam verwaltet. Es wir der sowjetische Soldatenfriedhof in Glasow eingerichtet. Zur Zeit sind dort 512 Soldaten bestattet.

1946
brannte der Saal des Gastwirtes Giese vollkommen aus.

1948
im November entstanden die sog. "Freien Läden" (HO).
1 kg Butter kostete 130 Mark, 1 Bockwurst 6 Mark, 1 Schweineohr 3 Mark.

1948/49
wurden die zerstörten Gehöfte von Otto Raedler, Paul Schutsch und Paul Roß wieder aufgebaut, auch die Hälfte des Wohnhauses von Karl Sameisky.

1949 
stellt die Gemeinde der Feuerwehr ein altes Gebäude, die ca. 1856 erbaute Scheune des Lehrers, als Geräteschuppen zur Verfügung. Dieses Gebäude wird in freiwilliger Arbeit der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr modernisiert.

1950
erfolgte offiziell die Zusammenlegung von Mahlow und Glasow zum Ort "Mahlow". Damit der Name "Glasow" erhalten bleibt, wurde die Glasower Dorfstraße in "Alt-Glasow" umbenannt.

1951
wurde der Feldweg von Glasow nach Selchow als Chaussee ausgebaut.

1952


brannte die Scheune auf dem Gehöft von Otto Grüneberg (Alt-Glasow 21) wegen der Unachtsamkeit eines Liebespaares ab.

schlug ein Blitz in die Scheune (den ehemaligen Saal) von Karl Sameisky ein. Die Scheune brannte ab, die Wohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen, dann aber wieder hergerichtet.

1960
wurden in Glasow zwei LPG gegründet.

1969
lag in Glasow der Schnee so hoch, daß das Dorf weder mit PKW noch mit LKW erreichbar war. Ein ganzer Tag wurde benötigt, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Ähnliches hatten die Glasower schon im Winter 1941/42 erlebt.

1976
erfolgte der Ausbau der F96 (heute B96) von der Ecke Selchower Weg bis hinter Dahlewitz, Abzweig nach Brusendorf (Mülltransporte aus Berlin (West) waren der Grund dafür).

1977
wurde der Grenzübergang zwischen Lichtenrade und Mahlow eröffnet. In diesem Jahr erfolgte auch der Aufbau mehrerer Kleingartensparten auf der Gemarkung von Glasow, ohne die Bodeneigentümer zu fragen.

1984
wurde unter Mithilfe von Glasower Bürgern der Radweg von Glasow zur Glasower Schule gebaut.

1987
fand die Erneuerung der B96 in der Ortslage Glasow vom nördlichen Dorfeingang bis zum Selchower Weg statt. Die älteste Bewohnerin von Glasow, Frau Schultgen, stirbt nach ihrem 100. Geburtstag.

1989
am 9. November wird die Grenze geöffnet. Es fand an der Grenze ein großes Freudenfest statt. Noch im November wird die Buslinie 75 von der BVG eingerichtet. Sie führte vom S-Bahnhof Lichtenrade über die Bahnhöfe Blankenfelde, Mahlow wieder nach Lichtenrade zum S-Bahnhof.

1990
am 18. März fanden die ersten freien Kommunalwahlen statt. Bürgermeister wurde Herr Werner La Haine (SPD) und Gemeindevertretervorsteher Herr Hans-Walter Ludwig (CDU).

am 14. Juni fand die Gründung des "Bürgerverein Glasow e.V." statt.

ab 2. November wurde die einzige Einkaufsmöglichkeit, die Konsumverkaufsstelle, geschlossen.

1991
am 2. Januar beginnt der Umbau der Tankstelle Richter. Am 18. Mai wird die Tankstelle in Betrieb genommen.

Anfang Juni beginnt der Aufbau der Kfz-Werkstatt Erol am Dorfausgang in Richtung Dahlewitz.

der Bürgerverein Glasow e.V. veranstaltet am 15. Juni das erste Dorffest.

am 8. August brennen die Roggenfelder beidseitig der B96. Elf Feuerwehren bekämpfen den Brand. Ca. 80 ha Roggen gehen verloren.

am 13. August wird die Fußgängerampelanlage im Dorf in Betrieb genommen.

Die Tierarztpraxis von Paul Klünder wird am 21.10. eröffnet. Die Kfz-Werkstatt Erol nimmt am 01.11. ihre Arbeit auf.

1992
begann im Gewerbegebiet an der Ibsenstraße der Bau der Firma "Fassaden Rudolph". Es ist die erste auswärtige Firma, die sich in Mahlow ansiedelt.

Im Februar begann die Umstellung des Gasnetzes von Stadt- auf Erdgas.

Am 12. Mai wird aus wirtschaftlichen Gründen die Poststelle in Glasow geschlossen.

Im September wurden 22 Straßenleuchten von der Dorfmitte bis zum Dorfausgang in Richtung Dahlewitz gesetzt. Die Beleuchtung wird am 24. September in Betrieb genommen.

In der Nacht vom 22.12. stürzt in der Waldsiedlung ein Privatflugzeug ab. Eine Person wird schwer, drei weitere leicht verletzt.

1993
Der Bürgerverein Glasow e.V. organisiert zum dritten Mal das Osterfeuer und führt damit eine private Initiative fort.
In der Nacht vom 13. zum 14.6. heulten die Sirenen. Es brannte ein Schuppen auf dem Grundstück Alt-Glasow 30, in dem drei Jungen übernachteten. Zwei konnten sich retten, ein Junge verbrannte.

1994
Am 7.3. wurde begonnen die Dorfaue neu zu gestalten.

Das Haus Alt-Glasow 36 wurde wegen Baufälligkeit abgetragen.

Die Trinkwasserleitung vom Gewerbegebiet wurde am 4.10. geöffnet. Die Leitung ist 2130 m lang und wurde der Gemeinde von der "Entwicklungsgesellschaft Gewerbegebiet Mahlow" geschenkt.

Im November wurde die Rekonstruktion des "Kriegerdenkmals" auf dem Dorfanger begonnen. Die Vorbereitung wird durch den Bürgerverein Glasow e.V. vorangebracht.

1995
Die GSW hat mit dem Bau einer Wohnsiedlung (Turmauen) begonnen.

Der Blankenfelder Weg wurde rekonstruiert und am 28.7. für den Verkehr freigegeben.

Im Mai wird neben der Waldsiedlung an der B 96 ein Golfplatz eröffnet.

Die NORMA - Kaufhalle wird im Dorf am 30.5. eingeweiht.

Die Rekonstruktion des "Kriegerdenkmals" wird abgeschlossen. Es erhält eine weitere Gedenktafel, die alle Opfer von Gewaltherrschaft einschließt. Die Arbeiten werden aus Fördermitteln des Landes Brandenburg bezahlt. Die erforderlichen Eigenmittel der Gemeinde werden vom Bürgerverein Glasow e.V. bereitgestellt.

1996
Auf dem Kienitzberg brennt am 10.8. ein erntereifes Roggenfeld ab. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz.

Ein Holzhaus auf dem Kienitzberg brennt ab. Die Feuerwehren konnten nur mit Hilfe von Tankfahrzeugen mit Wasser versorgt werden, da es dort keine Wasserleitung gibt. Erst 1997 wird auf dem Kienitzberg ein Feuerlöschbrunnen gebohrt.

Mit dem Bau des Radweges zwischen Glasow und Blankenfelde wird am 8.11. begonnen. Die Arbeiten werden im März 1997 abgeschlossen.

Durch einen norwegischen Investor wird im Oktober mit dem Bau einer Siedlung mit 450 Wohnungen begonnen.

Am 13.12. stellt das Prießnitz-Haus, das älteste Naturheilkunde-Krankenhaus Deutschlands seine Tätigkeit ein, weil es aus dem Krankenhausbettenplan des Landes Brandenburg gestrichen wurde. Die MitarbeiterInnen werden ausnahmslos entlassen.

1997
Am 14.7. wird der Baumarkt "Bauhaus" mit Gartenmarkt im Gewerbegebiet "Lückefeld" eröffnet.

Mit der Erneuerung des Glasower Damms vom Blankenfelder Weg bis zur Breitscheidstraße wird am 4.8. begonnen. Auf der Baustelle sind zwei Archäologen tätig, da schon früher in dieser Gegend Funds zu verzeichnen waren.

Nach Aussagen der Meteorologen war dieser Sommer der längste in diesem Jahrhundert. 26 Tage hintereinander waren es über 25 °C.

Auf dem Hausboden von Michael Scheer, Karl-Liebknecht-Straße 8 wurde das Vereinsbanner des ehemaligen "Männergesangsvereins Glasow 1907" gefunden.

1998
Die neue Turnhalle bei der Glasower Schule wird am 27.6. eingeweiht.
1999
Das Vereinshaus in der Heinrich-Heine-Straße 3-5 wird am 5.6. feierlich eingeweiht.
2001
Mehrere tausend Menschen versammeln sich zu einer Protestaktion gegen den geplanten Großflughafen Schönefeld und bilden eine Menschenkette zwischen Glasow und Dahlewitz.

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Cronik der Schule Mahlow
 
1741
Die Gemeinde baute dem Schulmeister ein Haus. Sieben Bauern haben das aus eigenen Mitteln getan. Der König von Preussen, dem das Dorf damals gehörte, gab das Bauholz dazu. Der erste Schulmeister hieß Gottfried Hildebrandten und war von Beruf Schneider.
 
1913
Bis 1914 wird eine neue Schule in der Berliner Straße gebaut. Die Einweihung war am 08.10.1914.
 
1921
Die Gemeinde kaufte eine ehemalige Lazarettbaracke für 6000 Mark und ließ sie neben der Schule aufstellen. Darin wurden zwei Klassenräume eingerichtet. Nun verfügte die Schule über vier Klassenräume.
 
1924
Ein Lehrergehalt beträgt 200 Mark brutto.
 
1929
Die Lehrer Schwarz und Jungnitsch unternehmen mit 16 Kindern der ersten Klasse eine Fahrt ins Riesengebirge. Die Gemeindevertretung hatte fünf armen Kindern die gesamten Kosten der Reise bewilligt.
 
1948
Bis 1949 wird das ehemalige Gutshaus in eine Schule umgebaut.
 
1973
Am 11.01. ist Einweihung eines neuen Schulgebäudes mit 26 Klassenräumen, das den Namen "Herbert-Tschäpe-Schule" erhält. Jetzt sind darin eine Grund- und Gesamtschule untergebracht.
 
1994
In diesem Jahr wurde für drei Millionen DM ein Erweiterungsbau der Förderschule (ehemaliges Gutshaus) errichtet und in Betrieb genommen
 
2000/01
Schulerweiterungsbau Herbert-Tschäpe Grundschule
Grundsteinlegung : 19.10.2000
Richtfest: 12.01.2001
Fertigstellung mit Schlussabnahme : 03.07.2001
 


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Chronik der Schule Glasow
 
1695
wird im Kirchenbuch erwähnt, dass der "Meister Martin Ulbricht, Schulmeister allhier" geheiratet hat.  
 
1699
Ist die Hochzeit von Hans Ziemchen „Schneider und Schulmeister“ im Kirchenbuch vermerkt. Es wird auch ein Schulhaus erwähnt, strohgedeckt und ca. 14 x 4,2 m (Länge x Breite). 1/3 der Fläche war Stallung und 2/3 Schul- und Wohnraum des Schulmeisters und seiner Familie 
 
1800
waren für Schulzwecke nur zwei Bänke vorhanden. 
 
1809
bittet der Lehrer Gröben den König um Versetzung, weil er mit seiner Familie nicht mehr existieren kann. 
 
1810
berichtet der Prediger Sonnon über die Glasower Schule u.a. : Durchschnittlich sind 12 - 16 Kinder in der Schule. Wenn nicht Kinder krank sind oder arbeiten müssen, sind sie zahlreicher. Am Sonnabend bezahlen die Kinder 6 Pf. Schulgeld für die Woche. Das Schulgebäude ist schlecht, nur eine Stube, Wohnung und Schulstube zugleich." Der Lehrer muß nach der Schule in seinem Handwerk arbeiten, da sein Dienstgehalt so gering ist. 
1819
Das Gehalt ist immer noch schlecht. Das Schulhaus hat aber ein neues Dach bekommen. Die Wohn- und Schulstube hat jetzt einen langen Tisch, zwei Bänke, eine Wandtafel und Schiefertafeln. 

Wurden ein Tisch, eine Wandtafel und Schiefertafeln für die Kinder angeschafft. 
 

1835
wird von dem Patron, Graf Haeseler aus Blankenfelde, gegenüber der Schulbehörde wiederum darauf hingewiesen, dass der "Glasowsche Schuldienst einer der Kärglichsten ist." 
 
1840
wird immer noch in der Wohn - Schulstube unterrichtet und das bei 30 Kindern. Die Schulstube entspricht nicht dem "Bedürfnis ... umsoweniger, da die Frau des Lehrers gleichzeitig alle häuslichen Geschäfte, wie Kochen, Backen etc. in derselben verrichtet und meist verrichten muss." 
 
1851
wird ein neues Schulhaus für 588 Thaler nördlich der Kirche gebaut. Es hat ein Klassenzimmer, Stube und Küche für den Lehrer. Das alte Schulhaus wird als Armenhaus genutzt. 
 
1853
führt der Pastor Krätschell gegenüber der Regierung in Potsdam Klage, dass bei dem neuen Schulhaus, wie bei dem alten, keine Pumpe ist. Der Pfarrer bittet im Namen des Lehrers für eine Pumpe und eine Scheune.
 
1857
wird das alte Schulhaus verkauft. 
 
1859
wird auf dem Gelände des neuen Schulgebäudes ein Brunnen gebaut. Bis dahin musste der Lehrer das Wasser von wohlgesonnenen Nachbarn holen. 
 
1865
gehen 73 Kinder in die Schule, im Winter in eine Klasse. Im Sommer wird in zwei Abteilungen unterrichtet. Erste Abteilung 12 Stunden wöchentlich, zweite Abteilung 18 Stunden wöchentlich. 
 
1883
wird in zwei Abteilungen unterrichtet, im Sommer von 6 - 9 Uhr und von 9 - 12 Uhr. Im Winter wurde gemeinsam von 8 - 12 Uhr unterrichtet. 

Unterrichtsstunden sind:
Religion, Catechismus, Kirchenlied, Gebete, Lesen, Deutsche Sprache, Schreiben, Rechnen, Gesang, Zeichnen, Vaterlandskunde, Naturkunde, Geographie, Schulzucht

Am 30. Mai wird die Schule wegen einer Scharlachepedemie geschlossen (eine Tochter des Lehrers stirbt). Am 6. August beginnt der Unterricht wieder.
 

1887
wird die unbedingt notwendige Erweiterung des Schulhauses realisiert. 
 
1888
Das Schulgeld wird abgeschafft. Bis dahin mussten 4,00 Mark je Kind und Jahr entrichtet werden. 
 
1903
wird ein Abortgebäude beim Schulhaus errichtet.  
 
1907
wird die Schule vier Wochen wegen einer Masernepedemie geschlossen. Vorher fehlen von 62 Kindern 42, davon 22 wegen Masern, der Rest wegen der Erkrankung der Geschwister. 
 
1911
schreibt im August der Landrat an die Regierung in Potsdam bezüglich eines eventuellen Schulneubaues: "Im Anschluss an die auf Mahlower Gebiet entstehende Villenkolonie wird voraussichtlich auch Glasower Terrain der Bebauung erschlossen werden, doch befindet sich letzteres zum großen Teil noch immer in festen Händen von Spekulanten, die eine günstigere Konjunktur abwarten." Die Einstellung einer zweiten Lehrkraft wird z.Zt. als nicht notwendig erachtet. 
 
1916
besuchen 73 Kinder die Glasower Schule 
 
1928
wird der Grundstein für die neue Schule am Glasower Damm gelegt. Gegen diesen Standort hatte sich ein Bürgerverein Glasow-Mahlow energisch gewehrt, aber erfolglos. 
 
1929
am 23. März wird die Schule eingeweiht. Am 9. April wurden 28 Mädchen und 8 Knaben unterrichtet. 
 
1933
nimmt ein zweiter Lehrer seine Tätigkeit auf. 
 
1935
Besuchen 143 Kinder die Schule 
 
1941
Der Schulbetrieb wurde am 1.2. 1941 aus Mangel an Heizmaterial eingestellt. 
 
1942
wird die Schule für drei Wochen mit Militär belegt. 
 
1943
Am 2.12. erleidet das Schulgebäude schwere Bombenschäden. 
 
1944
ab 24. Januar findet provisorischer Unterricht von 8 - 16 Uhr in einem Klassenraum statt. 
 
1991
wird die Glasower Schule im Rahmen der Schulreform eine zweizügige Grundschule (Klassen 1-6). In diesem Jahr werden die Toiletten rekonstruiert, was seit über 15 Jahren unbedingt erforderlich war und es wurde eine neue Heizung (Erdgas) eingebaut. Das Hauptgebäude erhielt komplett neue Fenster.
 
1993
am 13. April wurde der Bau eines neuen Hortgebäudes begonnen. Im gleichen Jahr wird das Hortgebäude bezogen.
 
1998
Mit einem Erweiterungsbau, der sechs zusätzliche Klassenräume enthält, wurde begonnen. Das Richtfest war am 20. November 1998. 


Eine neue Turnhalle neben der Schule konnte eingeweiht werden. Sie steht Schülern und Sportvereinen zur Verfügung. 
 
2001
 

Die Schule erhält am 14.7. den Namen "Astrid Lindgren".

Im Januar protestieren die Eltern gegen den Lehrermangel.
 


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Chronik der Mahlower Kirche
 
1280
Die Kirche wurde gebaut.
 
1639
Beginn des ältesten vorhandenen Kirchenbuches
 
1653
Die erste Eintragung einer Trauung
 
1654
Beginn des ältesten Taufbuches
 
1655
Die ersten Sterbefälle sind aufgezeichnet
 
1755
Bis 1758 Umbau der Kirche. Die alten Spitzbogenfenster wurden zugemauert und die heutigen durchgebrochen. Die Mauern wurden innen und außen geputzt.
 
1902
Der neue Friedhof ist fertig.
 
1933
In der Kirche wurde ein neuer Gasofen installiert.
 


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Chronik der Glasower Kirche
 
13./14.Jh.
wurde die Glasower Kirche gebaut. Maße 19,55 m x 8,5 m, Turmhöhe 19 m (seit 1846)  
 
1600
Das älteste Kirchenbuch von Glasow beginnt in diesem Jahr. 
 
1611
hatte Pfarrer Christian Gabatt jeden Sonntag ein Kapitel aus der deutschen Bibel vorzulesen. 
 
1652
Glasow hat elf männliche Einwohner, deren Namen alle bekannt sind. 
 
1658
Der "abgebrannte Pfarrer von Lindenberg" erhält 6 Groschen. 
 
1672
wurden größere Bauarbeiten an der Kirche vorgenommen. Dabei mussten drei Thaler und 12 Silbergroschen für Bier ausgegeben werden. Später wurde auch der Kirchturm ausgebessert. Der Lohn für den Maurer kostete 3 Thaler und 12 Silbergroschen und das Bier für den Maurer 1 Thaler und 5 Silbergroschen. 
 
1674
wurde eine Kanzel neu gebaut 
 
1678/79
werden Ausgaben für Vertriebene aus Pommern und dem Havelland ausgewiesen. 
 
1693
wurde das Kirchengestühl erneuert. Beschluss: Wer neu in Glasow anbaut, muss einen Thaler für das Gestühl bezahlen. 
 
1706
erfolgte eine große Reparatur an der Kirche 
 
1753
große Reparatur an der Kirche. Kirchturm muss verändert worden sein. Leider nicht bekannt, wie der Turm früher aussah. 
 
1790
starb Pfarrer Reuscher, nachdem er 62 Jahre sein Amt geführt hatte 
 
1793
wird erstmalig die Feuerversicherung für die Kirche, das Küsterhaus und anteilig für das Pfarrhaus in Jühnsdorf belegt. 
 
1796
musste der seit 1790 amtierende Pfarrer wegen seines Saufens abgelöst werden. 
 
1807
Nachweis des Einkommens des Pfarrers 
 
1808
wurden Kriegssteuern gezahlt und die Kirche musste auch Kriegsfourage liefern und zwar Hafer und Stroh 
 
1812
wollte kein Glasower Kirchenvorsteher werden. Es erfolgte eine Festlegung durch das Patrimonalgericht. 
 
1819
die Filialzugehörigkeit zu Jühnsdorf endet 
 
1844
wurden Pfeiler für das Kirchhoftor gemauert 
 
1845
wurde eine neue Kirchhofmauer fertiggestellt 
 
1846/47
wurde eine große Reparatur an der Kirche ausgeführt und dabei wahrscheinlich der Kirchturm in seine heutige Form gebracht. Die alte Wetterfahne hatte die Jahreszahl 1846. Die drei Fachwerkseiten waren damals nicht ausgemauert sondern mit Brettern versehen. 
 
1853
wurde die jetzt noch stehende Altarwand für 100 Thaler nach Genehmigung des Superintendenten angefertigt und aufgebaut. Die Kanzel musste eigentlich an einem Seitenpfeiler bzw. einer Seitenwand nach Morgen (Osten) angebracht sein (lt. Kabinettsorder von 1823) 
 
1857
Die Kirchengemeinde kauft für die Brandbekämpfung im Dorf eine Feuerspritze für 109 Taler. Die Gespanndienste mussten die Bauern leisten. 
 
1863
ein neuer Chor aufgestellt 
 
1865
ein weiterer Chor aufgestellt. 
 
1876
Stiftung des Kronleuchters durch Gutsbesitzer Neuhaus aus Selchow 
 
1878
wurde die Orgel angeschafft. Sie kostete 2.100,00 Mark.  
 
1883
wurden neue Kirchensitze angeschafft. 
 
1885
Die jetzige Kirchhofmauer wird gebaut.
 
1895
wurde die Kirchturmuhr eingebaut. Der Uhrmacher Richter aus Berlin gibt 20 Jahre Garantie. 

werden drei Kinder einer Familie getauft, 22 Zeugen der Taufe. Ein Schwein wurde geschlachtet. 
 
1907
wurde der erste Ofen in der Kirche aufgebaut. 
 
1917
wurden die beiden aus dem Jahr 1825 stammenden Glocken beschlagnahmt. Die kleine Glocke durfte nach einem Einspruch des Gemeindekirchenrates für das Läuten bei kirchlichen Handlungen und bei Feuergefahr behalten werden.
 
1925
wurde bei der Glockenfirma Franz Schilling in Apolda eine neue Bronzeglocke von 210 kg bestellt. 
 
1929
erfolgte wiederum eine gründliche Renovierung und der Einbau einer Heißluftheizung. 
 
1934
Wird ein Gebläse mit Elektromotor für die Orgel angeschafft. Bis zu diesem Zeitpunkt musste die Luft mit einem handbetriebenem Blasebalg erzeugt werden. 
 
1935
beschloss der Gemeindekirchenrat jeden Sonntag Gottesdienst zu halten. 
 
1937
erfolgte die Ablösung des Patronats durch Geldzahlung. 
 
1942
wird die Glocke von 1825 beschlagnahmt und für Kriegszwecke eingeschmolzen. 
 
1956
spendete ein Gemeindemitglied eine neue Glocke aus Stahl.
 
1957
Die letzte Beerdigung findet auf dem Kirchhof an der Kirche im Dorf statt. 
 
1972
am 13.11. wütete ein Orkan, wie es ihn nach Auskunft der Meteorologen seit 1872 bei uns nicht gegeben hat. Das Kirchendach wird beschädigt. Orgel und Uhrwerk mussten mit Planen abgedeckt werden. Die Schäden wurden provisorisch beseitigt. 
 
1974
konnten die Glocken wegen des schlechten Zustandes der gesamten Kirche einschließlich des Turmes nicht mehr geläutet werden.
 
1976
erfolgte eine große Reparatur der Kirche. Die Kosten betrugen 87.000 Mark. 
 
1979
schenkte die Patengemeinde Läutemaschinen für die Glocken. 
 
1990
erfolgte eine umfassenden Renovierung des Kirchturmes. Die Kosten betrugen 75.000 DM. 
 
1991
Ende November wurde in unserer Kirche eingebrochen. Gestohlen wurden eine Figur des Apostels Petrus, eine alte Altarbibel; das Kruzifix, eine silberne Taufkanne und die Vorhänge der Altarwand.

erstmalig nach über 40 Jahren gestalten Kinder der Grundschule Glasow eine Weihnachtsfeier der Senioren der evangelischen Kirchgemeinde wieder mit. 
 

1992
sang der gemischte Chor Mahlow erstmalig wieder nach Jahrzehnten in der Vorweihnachtszeit in der Kirche. 
 
1993 die Orgel wird einer gründlichen Überholung unterzogen. Mit der Fertigstellung wird ein weiteres Register eingebaut. 
1995
standen am 12.03. das erste mal das neu erworbene Kruzifix und die dazu passenden Leuchter auf dem Altar.

Es wurde die beim Einbruch 1991 beschädigte Kirchentür und die fünf Fenster erneuert.
 

1998
am 5.4. wurde der Organist Herr Lapschies im Alter von 82 Jahren feierlich verabschiedet. Er hatte 17 Jahre der Gemeinde treu gedient, obwohl er bereits im "Ruhestand" war.
 
1999
fand am 26.9. die Verabschiedung von Pfarrer R. Foerster in der Kirche Mahlow statt. Vakanzverwalter ist Herr Pfarrer Schrimpf aus Rangsdorf.

Erstmalig erscheint am 1.11. ein neu gestaltetes Gemeindeblatt. Dieser Gemeindebrief wird ehrenamtlich erstellt und von Gemeindegliedern an alle Mitglieder der Kirchgemeinden zugestellt.

Im Dezember verstirbt überraschend Pfarrer Schrimpf. Die Vakanzverwaltung übernimmt nun Pfarrer Sempner aus Diedersdorf.
 

2000
am 16.7. wird Frau Mechthild Metzner als Gemeindepfarrerin in der Kirche Mahlow eingeführt.

Im Dezember wird der Bauantrag zur Erneuerung der Kirche Glasow gestellt. Dachstuhl und Decke über dem Schiff müssen aus verschiedenen Gründen erneuert werden. Bis August 2001 ist der Bauantrag noch nicht beschieden.
 


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 (c) 2000 Christlieb Ludwig
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